In der Nacht nicht alleine und nicht verlassen!

Zwischenmenschliches einander Nahesein

von thomas.thiele » Montag 18. April 2011, 19:00

Zwischenmenschliches einander Nahesein unter Freundinnen und Freunden in schweren Lebenslagen -
das würden viele Menschen ersehnen und erhoffen...
Mit Recht!
Und zugleich "fürchten" sie zuviel Nähe! Möchten sich "zur Sicherheit" schützen!
Mit Recht!
Echte, vertrauenswürdige und vertrauensvolle Freundschaften helfen beiden.
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Re: In der Nacht nicht alleine und nicht verlassen!

von Salzstreuer » Montag 18. April 2011, 21:32

thomas.thiele hat geschrieben:"Dann macht sein Freund sich währenddessen einen schönen Tag"... nee, es haut ja so auch nicht hin, oder..?

Wieso nicht? Allerdings will ich ja nicht ausdrücken, daß Freunde sich nicht miteinander beschäftigen sollen. Freundschaft ist auch für mich ein Begriff, der mit Inhalt im Leben gefüllt wird.
Aber ich glaube grundsätzlich schon, dass ein Freund kein echter wäre, wenn er seinen leidenden Freund inmitten seines Leides alleine hocken lassen würde!!

Natürlich sollten Freunde füreinander da sein und sich fest aufeinander verlassen können.
Zwischenmenschliche Nähe kann heilsam und hilfreich sein...

Da stimme ich gerne zu, wie diese Nähe im einzelnen erlebt wird ist dann wohl wieder verschieden.
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Re: In der Nacht nicht alleine und nicht verlassen!

von thomas.thiele » Dienstag 19. April 2011, 19:01

Ich liebe meinen Freund.
Der liegt mit schrecklichen Schmerzen und schweren Depressionen auf der Palliativstation im Sterben.
Alleine.
Ich feiere derweil und lass es mir gut gehen, mache mir fröhliche Tage.
Und dazu sagst Du: "Wieso nicht?"
Komme ich nicht mit...
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Re: In der Nacht nicht alleine und nicht verlassen!

von Salzstreuer » Dienstag 19. April 2011, 21:20

Wieso nicht - wenn der Freund es so mag (vielleicht will er lieber alleine sterben) und es in ehrlichem Einvernehmen geschieht, nicht in heuchlerischem Höflichkeitsablehnen.
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Re: In der Nacht nicht alleine und nicht verlassen!

von thomas.thiele » Mittwoch 20. April 2011, 20:02

Ja, wenn der Freund es - wirklich - so mag, dann ja.
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Re: In der Nacht nicht alleine und nicht verlassen!

von thomas.thiele » Freitag 15. Juli 2011, 12:38

Was passiert eigentlich, wenn ich alleine und verlassen bin?
Was passiert eigentlich mit mir (oder mit Dir), wenn ich in der Nacht ganz tief drinstecke?
Gibt es dann noch irgendjemanden, dem ich mit tiefstem Vertrauen begegne?
Und von dem ich dann gar nicht enttäuscht werde??
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Re: In der Nacht nicht alleine und nicht verlassen!

von Salzstreuer » Montag 18. Juli 2011, 23:53

thomas.thiele hat geschrieben:Gibt es dann noch irgendjemanden, dem ich mit tiefstem Vertrauen begegne?

Das hängt wohl von dir ab?
Und von dem ich dann gar nicht enttäuscht werde??

Das setzt voraus, daß die Freunde sich auch richtig einschätzen. Die Wahrscheinlichkeit steigt je mehr sich Freunde miteinander beschäftigen.
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Re: In der Nacht nicht alleine und nicht verlassen!

von thomas.thiele » Montag 25. Juli 2011, 14:51

Ob es noch jemanden gibt, dem ich - begründet - vertrauen kann? (gibt es..!)
Hängt von mir ab?
Nö!
Das hängt von der Qualität und von der Echtheit der Freundschaft ab.

Ich könnte natürlich auch fröhlich drauflos auch allen "falschen oder gar nicht Freunden" vertrauen!! Wäre aber ohne eine Grundlage!
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Re: In der Nacht nicht alleine und nicht verlassen!

von thomas.thiele » Freitag 2. März 2012, 12:43

Immer noch glaube ich fest daran, dass das ganz, ganz wichtig für ein echtes und authentisches Miteinander im echten Leben ist: Einander wirklich aufzufangen und einander wirklich zu tragen, wenn uns alles zerbricht, wenn wir absolut nimmer können.
Wer ist dann noch wirklich da?

Kann es uns passieren, dass wir von guten Beziehungen richtig reden und vom Auffangen und vom Tragen.
Und dann meinen wir es zu tun...

Und tun es doch nicht wirklich!!

Und mitten in unserer Mitte und in unserem Lebensumfeld sind Mitmenschen sehr wohl alleine und verlassen
und brauchen mehr...

Manche mögen sagen: Du hast doch Gott! Und ER, ja ER ist dabei ganz zentral.
Aber wenn seine Leute nicht da sind und einander schlicht alleine lassen - dann kann es mit jedem von uns geschehen,
dass wir uns in manchen Lebenslagen und Sorgen von Gott und Christen sehr verlassen empfinden.
Und - seitens der Christen - auch alleine gelassen sind. Bei allen schönen Worten und gutem Willen.

Auf die Wirklchkeit kommt es an: "In der Nacht soll eben niemand alleine und verlassen sein"!!!
Wie können wir das in unserem Lebensumfeld mit Gottes Hilfe schrittweise verwirklichen?
(Klar, ich stelle mir die Zellen der Liebe so vor, dass sie etwas sind oder werden, was hier persönlich trägt...)

Wie?
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Bittere Enttäuschungen

von thomas.thiele » Montag 19. März 2012, 15:30

Manchmal will man wohl zu eigenen Absicherung keine "zu tief reichenden" Freundschaften aufbauen. Man hat Angst - vor bitteren Enttäuschungen. Denn was ist, wenn man sich gescheit auf eine Freundschaft, auf eine/n Freund/in einlässt. Und dann lässt sie/er einen fallen wie eine "heiße Bratkartoffel"? Dann hat man doch so viel an Vertrauen investiert. Und dann sowas. Dann wird sogar die Freundschaft selbst - nicht zur Hilfe und nicht zum Beistand, wenn die Nacht ins eigene Leben hereinbricht. Sondern stattdessen wird sie selbst zur Nacht bitter enttäuschten Vertrauens. Aber ob man das verhindern kann? Wie? Bzw. wie kann man sich selbst an dieser Stelle schützen..?
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Re: In der Nacht nicht alleine und nicht verlassen!

von thomas.thiele » Samstag 1. September 2012, 16:00

Letzens habe ich mal drüber nachgedacht: Was wäre, wenn ich meine Familie nicht hätte? Wenn sie sterben sollten? Wenn sie mich verlassen würden, wenn alles zerbrechen würde.
Und dann würde mich eine "dunkle Nacht" treffen. Ich wäre dann mitten drin.

Wäre ich in dieser Nacht einsam und verlassen?

Oder: Wer wäre dann - wie und auf welche Weise konkret?? - für mich noch da?
... außer Jesus!
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Re: In der Nacht nicht alleine und nicht verlassen!

von Salzstreuer » Samstag 1. September 2012, 17:58

Kommt wohl auch auf deine Ansprüche an?
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